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Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften

Nicht angemeldet (Dienstag, 25. August 2026 13:22:42)  

g.BA.PT.305.20HS (Innere Medizin 2) 
Modul: Innere Medizin 2
Diese Information wurde generiert am: 25.08.2026
Nr.
g.BA.PT.305.20HS
Bezeichnung
Innere Medizin 2
Leitung
Barbara Regula Lüscher
Credits
4

Beschreibung

Version: 5.0 gültig ab 01.08.2026







 
Studiengang Physiotherapie
Modulgruppe IM
Modultyp Pflichtmodul
Semester 3. Semester
Spezielles -
Unterrichtssprache Deutsch
Gesamtarbeitszeit (h) 120
Kontaktstudium 76
Begleitetes Selbststudium 8
Autonomes Selbststudium 36
Voraussetzung Assessmentjahr
Schwerpunkte in den Berufsrollen Dem Curriculum liegen 7 professionsspezifische Rollen des CanMEDS-Modells (Expert:in, Kommunikator:in, Teamworker:in, Leader, Health Advocate, Scholar und Professional) zu Grunde.  Der Hauptfokus in diesem Modul liegt auf den Rollen Expert:in, Scholar und Kommunikator:in.
Zu erwerbende Kompetenzen Im BSc Studiengang Physiotherapie werden grundsätzlich die allgemeinen Kompetenzen gemäss dem Gesundheitsberufegesetz GesBG (Art.3-5) und die berufsspezifischen Kompetenzen gemäss Gesundheitsberufekompetenzverordnung GesBKV (Art. 3) erworben.
Modulkompetenzen:
Die Studierenden ...
  • untersuchen, beurteilen und behandeln mit adaptiver Unterstützung hypothesengesteuert Patient:innen mit klar umschriebenen Störungen:
    • posttraumatischen und/oder postoperativen Ödemen oder einfacher venöser Insuffizienz;
    • Problemen des Urogenitalsystems;
    • Problemen der inneren Organe;
    • Krebsleiden.
  • sind in der Lage die Therapie auf die aktuellen Bedürfnisse der Patient:innen der palliativ Care zu adaptieren.
Ziel Die Studierenden ...
  • beschreiben die Topografie, den gewebespezifischen Aufbau und die Funktion des Lymph- und Urogenitalsystems.
  • beschreiben die Veränderungen des Beckenbodens durch Erkrankungen, Geburt, Eingriffe oder chronische Krankheiten.
  • nennen mögliche Ursachen für die Entstehung von Schmerzen bei viszeralen Krankheiten, und kennen grob deren Ausstrahlungsgebiete.
  • sind in der Lage zwischen viszeralen und muskuloskelettalen Schmerzursachen zu differenzieren.
  • führen gezielte Untersuchungen und physiotherapeutische Massnahmen bei Erkrankungen des Gefäss-, Lymph- und Urogenitalsystems sowie bei onkologischen Krankheitsbildern korrekt durch.
  • planen hypothesengesteuerte Assessments im Bereich des Lymphsystems und des Urogenitalsystems und setzten die Techniken korrekt um.
  • nennen physiotherapeutische Behandlungsansätze bei postoperativen oder -traumatischen Ödemen und Inkontinenz.
  • beraten Patient:innen mit peripher arterieller Verschlusskrankheit oder venöser Insuffizienz im Umgang mit ihrer Krankheit effektiv.
  • beschreiben Symptome und den dazugehörenden Behandlungsansätze: ischämische Schmerzen, Ödeme, Erysipel, Ulcus cruris, venöse Insuffizienz, Inkontinenz, Harnverhaltung, viszerale und tumorbedingte Schmerzen sowie Fatigue-Syndrom. Dabei berücksichtigen sie relevante Vorsichtsmassnahmen sowie psychische Aspekte chronischer Erkankungen. 
  • nennen die häufigsten gut- und bösartigen Tumoren und beschreiben deren Entwicklung und Ausbreitung (lokal und systemisch) und die dadurch entstandenen klinischen Phänomene.
  • benennen die für die Physiotherapie relevanten Aspekte von Schwangerschaft, Wochenbett und Rückbildung, sowie deren Folgen auf die Funktionen des Bewegungsapparates der Mutter.
  • sind in der Lage die Massnahmen der lymphologischen Physiotherapie (Kompression/Entstauungsgymnastik) bei Patient:innen mit posttraumatischen und/oder postoperativen Ödemen im Bereich der unteren und oberen Extremität anzuwenden.
  • sind in der Lage die Aktivierung der Beckenbodenmuskulatur bei Patient:innen mit Inkontinenzproblemen oder bei Patientinnen nach der Geburt anzuleiten.
  • erkennen eine Rektusdiastase und kennen Behandlungsansätze.
  • sind in der Lage, Patientinnen nach Ablatio mammae in der akutstationären Situation und Rehabilitation zielgerichtet zu behandeln mit Ausnahme des Lymphödems.
  • planen eine vollständige Gruppentherapie für kardiale, pulmonale oder Gefäss-Rehabilitation sowie einer Rückbildungsgymnastik nach der Geburt und führen diese durch.
  • kennen medizinische Diagnose- und klinische Therapieverfahren in der Onkologie. 
  • beschreiben pathophysiologische Prozesse und deren Symptome im Bereich der Onkologie und benennen medizinische Diagnose- und klinische Therapieverfahren in der Onkologie.
  • erkennen die Notwendigkeit der interdisziplinären Zusammenarbeit in der Behandlung von Menschen mit Krebs.
  • zählen die Schwerpunkte der physiotherapeutischen Untersuchung und Behandlung von onkologischen Patient:innen auf.
  • erklären die "Palliativ Care" und nennen deren Ziele.
  • nennen Vorsichtsmassnahmen und Kontraindikationen bei Patient:innen mit Tumoren
  • zählen erwünschte Wirkungen und die häufigsten Nebenwirkungen der definierten Chemo- und Bestahrungstherapie bei Menschen mit Krebsleiden auf.
Lerninhalte Grundlagen
  • Anatomie, Physiologie und Pathologie des Lymphsystems
  • Anatomie, Physiologie und Pathologie des Urogenitalsystems
  • Anatomie, Physiologie und Pathologie der Gefässe und ausgewählte Organsysteme
  • Klinische Phänomene: ischämische Schmerzen, Ödeme, Erysipel, psychische Phänomene, Inkontinenz, Harnverhaltung
  • Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Rückbildung
  • Karziogenese: Tumore/Metastasen
  • Medizinische Diagnostik und Therapie bei Krebsleiden.
  • Cancer related fatigue (CRF)
  • Palliative Care
  • Chemo-, Hormon-, Immuno- und Bestrahlungstherapie in der Onkologie (Wirkungen und Nebenwirkungen)
  • Chemotherapie induzierte Nebendiagnosen (kognitive Störungen, Neuropathie, Arthropathie und Sarkopenie)
  • Aspekte der Gruppentherapie
Angewandte Grundlagen
  • innere Organe (abdominal) und Gefässe (Arterien und Venen)
  • Lymphsystem
  • Urogenitalsystem
  • Onkologie
Assessment
  • Anamnese
  • Physische Untersuchung
  • Spezifische Tests
  • Beurteilung/Clinical Reasoning (CR)
Physiotherapeutische Interventionen
  • Behandlung von posttraumatischen /postoperativen Ödemen der unteren und oberen Extremität.
  • Behandlung von Patient:innen mit peripherer arterieller Verschlusskrankheit (PAVK).
  • Behandlung von Patient:innen mit chronisch venöser Insuffizienz (CVI), ausgenommen Kompressionstherapie und Lymphdrainage.
  • Behandlung von Frauen und Männern mit Inkontinenz.
  • Physiotherapeutische Massnahmen bei muskuloskelettalen Schwangerschaftsbeschwerden, Wochenbett und Rückbildung.
  • Behandlung von Patientinnen nach Ablatio mammae.
  • Gruppentherapie bei definierten Krankheitsbildern mit definierten Zielen.
  • Adaptierte Massnahcmen für onkolgische Patient:innen.
Leistungsnachweis Die Kompetenzüberprüfung geschieht anhand von zwei Leistungsnachweisen.
  • Leistungsnachweis A (praktische Prüfung): Prädikat bestanden/nicht bestanden
  • Leistungsnachweis B (schriftlicher Leistungsnachweis): Note
Für das Bestehen des Moduls müssen beide Leistungsnachweise bestanden werden. Es gilt:
  • Ein genügender Leistungsnachweis A führt bei genügendem Leistungsnachweis B zum Bestehen des Moduls (Note des Leistungsnachweises B).
  • Ein ungenügender Leistungsnachweis B führt auch bei genügendem Leistungsnachweis A zum Nichtbestehen des Moduls (Note des Leistungsnachweises B). 
  • Ein ungenügender Leistungsnachweis A führt auch bei genügendem Leistungsnachweis B zum Nichtbestehen des Moduls (Note 1).
Bewertung Note
Nachprüfung / Nachbesserung Nachprüfung

Hinweis

  • Weitere verfügbare Versionen: 1.0 gültig ab 01.08.2021, 2.0 gültig ab 01.08.2023, 3.0 gültig ab 01.08.2025
Kurs: Innere Medizin 2
Nr.
g.BA.PT.305.20HS.V
Bezeichnung
Innere Medizin 2

Hinweis

  • Für das Stichdatum 25.08.2026 ist kein Modulbeschreibungstext im System verfügbar.