EventoWeb

Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften

Nicht angemeldet (Dienstag, 11. August 2026 13:41:08)  

n.BA.UI.BiKr.26HS (Biomasse-Kreisläufe) 
Modul: Biomasse-Kreisläufe
Diese Information wurde generiert am: 11.08.2026
Nr.
n.BA.UI.BiKr.26HS
Bezeichnung
Biomasse-Kreisläufe
Credits
5

Beschreibung

Version: 1.0 gültig ab 01.08.2026

 

Studiengang  Umweltingenieurwesen
Geltende Rechtsordnung  RPO vom 29. Januar 2008, Studienordnung des Dept. N vom 15. Dez. 2009, Anhang für den Bachelorstudiengang Umweltingenieurwesen
Modultyp   
  Pflichtmodul X Wahlpflichtmodul   Wahlmodul
Plansemester  6. Semester
Modulverantwortliche/r  Hans-Joachim Nägele 
Telefon / E-Mail  +41 (0)58 934 50 41 / hajo.naegele@zhaw.ch
Beteiligte Mitarbeitende und Lehrbeauftragte  Hans-Joachim Nägele; weitere interne und externe Fachleute aus der Branche 
Vorausgesetzte Module  Siehe Digitaler Studienplaner 
Zu erreichende Kompetenzen  Fachkompetenzen 
  • Die Studierenden verstehen die Grundlagen und Leitprinzipien der Bioökonomie im Kontext von Biomassekreisläufen und können den Transformationsprozess von einer fossilbasierten zu einer kreislauforientierten, biobasierten Wirtschaftsweise erklären und einordnen. 
  • Sie kennen Märkte, Akteure und Entwicklungstrends im Bereich der energetischen und materiellen Nutzung von Biomasse und können deren Rolle innerhalb regionaler und globaler Stoff- und Wertschöpfungskreisläufe analysieren (Schweiz, EU, weltweit). 
  • Die Studierenden kennen Potenziale und Limitierungen von Biomasse zur Energie-, Material- und Chemikalienproduktion und können unterschiedliche Nutzungspfade innerhalb von Biomassekreisläufen systematisch vergleichen. 
  • Sie verstehen die wesentlichen Produktionsverfahren biogener Energieträger (z. B. Biogas, Biomethan, Holzgas, Bioethanol, Biodiesel, synthetische Kraftstoffe und Gase) und können deren Einbettung in technische und natürliche Kreislaufsysteme sowie Grundprinzipien der Dimensionierung und Qualitätssicherung erläutern. 
  • Sie kennen Verfahren zur Herstellung biogener Materialien und Chemikalien sowie grundlegende Konzepte von Bioraffinerien und können neue technologische Ansätze (z. B. Power-to-Gas, biologische Methanisierung, Nutzung von Cellulose, Lignin und Extraktstoffen) im Hinblick auf deren Beitrag zur Schliessung von Stoffkreisläufen einordnen und bewerten. 
  • Die Studierenden analysieren Wertschöpfungsketten biobasierter Produkte als Bestandteile übergeordneter Biomasse- und Nährstoffkreisläufe unter technischen, ökologischen und sozio-ökonomischen Gesichtspunkten. 
  • Sie kennen Praxisbeispiele aus Industrie und Forschung und können technologische sowie marktseitige Entwicklungstendenzen hinsichtlich ihrer Bedeutung für funktionierende und nachhaltige Biomassekreisläufe kritisch diskutieren. 
Methodenkompetenzen 
  • Die Studierenden sind befähigt, energetische und materielle Nutzungspfade von Biomasse systematisch zu vergleichen und deren ökologische sowie sozio-ökonomische Auswirkungen qualitativ zu beurteilen. 
  • Sie können Biomassepotenziale abschätzen und grundlegende Kenngrössen zur Bewertung von Verfahren und Märkten anwenden. 
  • Sie sind in der Lage, wissenschaftliche Fachliteratur, Marktberichte und politische Strategiepapiere selbstständig zu recherchieren, kritisch auszuwerten und adressatengerecht schriftlich sowie mündlich aufzubereiten. 
  • Sie können technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Argumente strukturiert analysieren und in Diskussionen sachlich vertreten. 
  • Die Studierenden verstehen und verwenden Englisch als primäre wissenschaftliche Fachsprache im Bereich der Bioökonomie. 
Selbst- und Sozialkompetenzen 
  • Die Studierenden reflektieren unterschiedliche Perspektiven von Industrie, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft im Kontext der Bioökonomie und setzen sich kritisch mit divergierenden Interessen auseinander. 
  • Sie sind in der Lage, Chancen und Zielkonflikte biobasierter Wirtschaftsweisen zu erkennen und differenziert zu beurteilen. 
  • Sie erkennen eigene Wissenslücken, formulieren Lernbedarfe und entwickeln Strategien zur selbstständigen Vertiefung. 
  • Die Studierenden vertreten fachlich fundierte Positionen zu bioökonomischen Konzepten und Technologien und argumentieren evidenzbasiert. 
  • Durch den Austausch mit Praxispartnern und Gastreferierenden bauen sie ein persönliches Netzwerk im Bereich Bioökonomie und biobasierte Industrie auf.
Inhalt des Moduls In diesem Modul erarbeiten wir uns den Weg, welcher von der Nutzung von fossilen Rohstoffen hin zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise – der Bioökonomie – führt. Die Bioökonomie setzt auf biologische Ressourcen und Verfahren und orientiert sich an natürlichen Stoffkreisläufen.  
Sie lernen für die Bereiche der energetischen und materiellen Nutzung von Biomasse deren Märkte, Nutzungspfade und Verfahren kennen. 

Schwerpunkte: 

Märkte 
  • Konsum von Energie und Materialien in der Schweiz/EU/Welt 
  • Hersteller, Interessengruppen und Unternehmen 
  • Entwicklung der Märkte 
Biogene Energieträger 
  • Biomassepotenzial zur Energieerzeugung 
  • Produktionsverfahren (Biogas, Biomethan, Holzgas, Bioethanol, Biodiesel, synthetische Kraftstoffe und Gase, etc.) Dimensionierung und Qualitätssicherung 
  • Neue Verfahren (Power 2 Gas, biologische Methanisierung) 
Biogene Materialien und Chemikalien 
  • Biomassepotenzial zur Herstellung von Biomaterialien und Chemikalien 
  • Herstellungsverfahren und Einführung in Bioraffinerieprozesse 
  • Neue Verfahren (Nutzung von Cellulose, Lignin, Extraktstoffen etc.) 
Praxisbezug & Sozio-ökomische Bewertung 
  • Vorträge von zahlreichen Gastreferenten 
  • Besichtigung von Bioenergieanlagen und Produktionsstätten 
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem Thema
Anschlussmodule Siehe Digitaler Studienplaner 
Unterrichtsmethoden 
  • Frontalunterricht 
  • Vorträge durch Gastreferierende 
  • Exkursionen 
  • E-Learning/Blended Learning 
  • Gruppenarbeiten
Digitale Lernressourcen  Moodle
Unterrichtsgliederung / Gesamtaufwand   
 Kontaktstudium 56
 Begleitetes Selbststudium 34
 Autonomes Selbststudium 60
 Total Workload 150
Präsenzverpflichtung im Unterricht  -
Leistungsnachweise  Erfahrungsnote (100%)
Unterrichtssprache  Deutsch (bei Gästen zum Teil auch Englisch) 
Bemerkungen  Der Kurs findet im Februar als Blockmodul in den Kalenderwochen 5 bis 7 statt und dauert drei Wochen (Montag bis Freitag möglich). Eine mehrtägige Exkursion ist vorgesehen. 

Dieses Modul ist Teil des Schwerpunktes «Kreisläufe und Ressourcennutzung». 

 

Kurs: Biomasse-Kreisläufe
Nr.
n.BA.UI.BiKr.26HS.V
Bezeichnung
Biomasse-Kreisläufe

Hinweis

  • Für das Stichdatum 11.08.2026 ist kein Modulbeschreibungstext im System verfügbar.