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l.BA.AS.KMWI4.09HS.S (Kommunikationswissenschaftliches Seminar 4)
Kurs: Kommunikationswissenschaftliches Seminar 4
Diese Information wurde generiert am: 29.03.2025
Nr.
l.BA.AS.KMWI4.09HS.S
Bezeichnung
Kommunikationswissenschaftliches Seminar 4
Veranstalter
Bachelor-Studiengang Angewandte Sprachen
Beschreibung
Version: 15.0 gültig ab 01.02.2025
Lernziele
Haltung – Können – Wissen:
Die Studierenden sind sensibilisiert für Fragestellungen, Denkweisen, Ansätze, Methoden, Analysen und Interpretationen verschiedener kommunikationswissenschaftlicher und/oder linguistischer Disziplinen (Translationswissenschaft, Mehrsprachigkeitsforschung, Textlinguistik, Fachsprachenlinguistik, Schreibforschung, Diskurslinguistik u.a.m.). Sie kennen die für ihre Fragestellung relevanten Methoden und Vorgehensweisen und sind fähig, mit dem Inventar kommunikationswissenschaftlicher und/oder linguistischer Zugänge selbstständig Fragestellungen und Problemlösungen zu erarbeiten.
Lerninhalte
Das Semester ist in drei Einheiten aufgeteilt:
A. Überblick und Einstieg, inkl. Themenwahl
B. thematische und methodische Vertiefung
C. Konsolidierung und Verfassen der BA-Arbeit, inkl. Blog-Beitrag.
Seminar A und B (DEU, ENG): FID 1 und FID 2 (Prof. Dr. Ulla Kleinberger, Birgit Fuhrmann, Martin Schuler)
Fachkommunikation und Informationsdesign mit folgenden Schwerpunkten: Beschreibung, Analyse, Beurteilung und Lösung von angewandten Problemstellungen und Herausforderungen aktueller digitaler Aspekte im Zusammenhang mit der Kommunikation technischer bzw. technikbezogener Inhalte insbesondere in Bezug auf
a) Informationsprodukte im Umfeld der Technikentwicklung und Techniknutzung im weitesten Sinne
sowie
b) die zur Entwicklung dieser Informationsprodukte dazugehörigen unternehmensinternen Arbeitsprozesse unter Berücksichtigung von rechtlichen Rahmenbedingungen und technologischen sowie gesellschaftlichen Entwicklungen.
Auf Anfrage kann auch ein Thema vorgeschlagen werden.
Seminar C (DEU, ENG, FRA): Mehrsprachigkeit in Zeiten von "Global English" (Prof. Dr. Michaela Albl-Mikasa)
Im 21. Jahrhundert macht die globale Verbreitung von Englisch als Lingua Franca (ELF) dem Übersetzen und Dolmetschen als den traditionellen Umgangsweisen mit Mehrsprachigkeit ihren Platz streitig. Was bedeutet es, wenn sich immer mehr Menschen in der arbeitsbezogenen, akademischen oder sogar täglichen Kommunikation nicht in ihrer Muttersprache ausdrücken? Wie wirkt es sich aufs Übersetzen und Dolmetschen aus, dass immer mehr Ausgangstexte und -Reden in nichtmuttersprachlichem Englisch produziert werden? Im Seminar werden wir im Rahmen der Bachelorarbeiten die unterschiedlichsten Aspekte der Auswirkungen von ELF im Allgemeinen und auf das Übersetzen und Dolmetschen im Besonderen behandeln. Auch Fragen der Mehrsprachigkeit in Zeiten der Globalisierung können thematisiert werden. Beispiele für Fragestellungen und Themen für die Bachelorarbeiten sind u.a.:
ELF
Verstehensschwierigkeiten in ELF-Texten und -Reden
Ausdrucksschwierigkeiten von ELF-Sprechern
Mehrsprachigkeitsphänomene in der ELF-Kommunikation (code-switching, polylanguaging in emails/chats/sms) und in Zeiten von Globalisierung
Unterschiede beim Umgang Mehrsprachiger mit ELF vs. editierten englischen Texten anhand von Daten aus dem CLINT-Projekt (Cognitive Load in Interpreting and Translation)
ELF als Verkehrssprache in Unternehmen/Organisationen
ELF in der Arzt-Patienten-Kommunikation mit Migrant:innen
ELF und Dolmetschen/Übersetzen
Kleine Projektarbeiten zu Daten, die im Projekt CLINT (Cognitive Load in Interpreting and Translation) erhoben wurden – Analysen, Auswertungen, Ergebnisdarstellungen
Dolmetsch-/Übersetzungsprobleme ausgehend von ELF-Ausgangstexten
Vergleich von Ausgangstexten oder Ausgangsreden beim Übersetzen oder Verdolmetschen von englischen Nichtmuttersprachlern
Seminar D (DEU, ENG, ITA): Barrierefreie Kommunikation (Dr. Martin Kappus, Luisa Carrer, Dario D'Agostino, Alexa Lintner)
Die Barrierefreie Kommunikation beschäftigt sich unter anderem mit Methoden und Verfahren, um Kommunikation zwischen Menschen mit und ohne Sinnesbehinderungen und kognitiven Behinderungen zu ermöglichen. Im Rahmen des Seminars bearbeitbare Themen sind:
Audiodeskription
Leichte und Einfache Sprache
Web-Accessibility
Diskursive und terminologische Aspekte der Disability Studies
Bachelorarbeiten können einen Forschungsbeitrag zu den Methoden selbst leisten (z.B. Mündlichkeit in der Einfachen Sprache systematisieren) oder die Methoden/Themen in ihrer diskursiven oder institutionellen Einbettung untersuchen (z.B. Leichte Sprache im Mediendiskurs).
Je nach Vorkenntnissen und Interesse der Seminarteilnehmer:innen können Themen aus diesen Bereichen ausgewählt und in Absprache mit den Betreuungspersonen bearbeitet werden. Wünschenswert für alle Arbeiten ist ein Einbezug der Zielgruppen und/oder entsprechenden Praxispartner:innen. Sprachvergleichende Untersuchungen sind möglich und erwünscht. Für den Einstieg in die Themen sind Einführungsveranstaltungen vorgesehen.
Seminar E (DEU, ENG, FRA): Mündliche Kommunikation im Zeitalter von KI (Prof. Dr. Alice Delorme Benites, Dr. Anne Catherine Giesshof)
Dieses Seminar beschäftigt sich mit der mündlichen Kommunikation, wenn diese über neue Technologien erfolgt, z.B.:
Mehrsprachige Kommunikation mittels maschineller Übersetzung (mit Sprachausgabe, z.B. Google Translate auf dem Smartphone)
(non-verbale) Kommunikation über Videokonferenz (einsprachig oder mehrsprachig)
Computergestütztes Dolmetschen
Rezeption und Konsum von mehrsprachigen Videos in Social Media oder auf Streaming Platformen
Kommunikation mit fremdsprachiger Klientel in bestimmten Berufsfeldern (z.B. Polizei, Behörden, Schulbetreuung, Handwerkern usw.)
Community Interpreting und KI
Kommunikation mit Chatbots, AI agents und Sprachassistenten ( Siri, Alexa, Google Home)
Wir untersuchen die neuen Praktiken, Chancen und Herausforderungen, die sich aus dem technologischen Wandel für die mehrsprachige mündliche Kommunikation ergeben.
Weitere Vorschläge, die sich mit verwandten Themen im Zusammenhang der mehrsprachigen mündlichen Kommunikation und der neuen Technologien beschäftigen, sind ebenfalls willkommen.
Bei Interesse können evtl. für Projektarbeiten verschiedene XR Apps zur Verfügung gestellt werden. Diese werden zu Anfang des Semesters vorgestellt.
Seminar F (DEU, ENG, FRA, ITA): Mehrsprachigkeit und Medien (Prof. Dr. Caroline Lehr, Dr. Fiona Fehlmann)
In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit der Rolle von Mehrsprachigkeit in der Produktion, den Inhalten und der Rezeption von verschiedenen Arten von Medien in der Schweiz. Wir untersuchen die Organisation und Nutzung von z.B. Zeitungen wie der NZZ, News-Portalen wie Swissinfo oder Watson und auch alle Arten von sozialen Medien. Ausserdem interessiert uns, wie Organisationen, wie beispielsweise KMUs und grössere Unternehmen, die mehrsprachige Kommunikation mit den Medien handhaben und wie in Kommunikationsabteilungen mehrsprachig gearbeitet wird.
Auf Ebene der Produktion interessiert uns:
Wie Medien vorgehen, wenn sie ihre Zielgruppen über die Sprachen hinweg erreichen wollen?
Welche Inhalte in welchen Sprachen publiziert werden?
Welche Informationen für welche Gruppen zugänglich sind oder auch nicht?
Wie man den Zugang zu Information über die Sprachen hinweg verbessern könnte?
Wie Übersetzungsprozesse in den Medien organisiert werden?
Wie Technologien eingesetzt werden, um mehrsprachige Inhalte zur Verfügung zu stellen?
Welche Unterschiede und welche Formen der Zusammenarbeit zwischen Medien in den verschiedenen Landesteilen der Schweiz bestehen?
Welche Motivation mehrsprachigen Angeboten zugrunde liegt?
Wie Kommunikation mit Medien in anderen Landesteilen der Schweiz in Kommunikationsabteilungen organisiert wird?
Wie mehrsprachige internationale Kommunikation in Kommunikationsabteilungen organisiert wird?
Wie Organisationen mehrsprachig kommunizieren?
Auf der Ebene der Nutzer:innen interessiert uns:
Wie mehrsprachige Angebote von verschiedenen Gruppen genutzt werden?
Welche Ansprüche und Erwartungen unterschiedliche Gruppen von Nutzer:innen an die mehrsprachige Gestaltung von Medien haben und wie man diese verbessern könnte?
Welche Effekte verschiedene Strategien zur mehrsprachigen Textproduktion auf die Rezeption haben, z.B. Adaptationen, Übersetzungen, (teilweise) automatisch generierte und maschinell übersetzte Texte?
Ob und wie Organisationen von mehrsprachigen Auftritten profitieren?
Seminar G (DEU, ENG, FRA): Mehrsprachigkeit in Unternehmen (Prof. Dr. Ulla Kleinberger)
Mehrsprachige Kommunikationssituationen im beruflichen Alltag sind eine Herausforderung für alle Teilnehmer:innen. Ob in mündlichen, schriftlichen oder in multimodalen Konstellationen, Nutzung der Mehrsprachigkeit bzw. Hybridisierungen, also Sprachmischungen, folgen eigenen Regeln auf gleich mehreren Ebenen: sprachlich, sozial, politisch etc. Einerseits spielen Aspekte der entsprechenden Sprachen eine Rolle, andererseits können ingroup-Phänomene, wie beispielsweise bei einem Austausch unter „Secondas/Secondos“ Situationen prägen. Im Fokus können Statusunterschiede, Normvorstellungen und viele andere Merkmale sein. Über lange Zeit wurden mehrsprachige Gesprächssituationen als „defizitär“ angesehen. Als Gegenpol dazu soll im Rahmen dieser Bachelorarbeiten deshalb vor allem darauf fokussiert werden, wie man Mehrsprachigkeit als Ressource im Arbeitsprozess und im Arbeitsalltag nutzen kann.
Im Rahmen dieses Kurses werden zwei Schwerpunkte gesetzt:
Firmen, die in einen anderen Sprachraum expandieren, z.B. Zürcher Unternehmen eröffnet Niederlassung im Welschland oder Tessin bzw. vice versa, oder Firmen, die in die Schweiz expandieren.
Einen zweiten Schwerpunkt wird auf
forensische Aspekte
gesetzt, also auf die «Sprache der Gesetze, Sprache vor Gericht und Sprache des Täters» (Fobbe 2011: 16). Auch bei diesem Thema wird der Fokus auf Interkulturalität und Mehrsprachigkeit gelegt. Dabei steht Ihnen der ganze Fächer möglicher Arbeitsbereiche offen: Erkennen von stilistischen Eigenheiten von Texten wie in Erpresserschreiben, E-Mails, Chats, Erkennen von Narratives in Texten, Erkennen von Lügen in Texten etc. Quelle: Fobbe, Eilika (2011): Forensische Linguistik. Eine Einführung (Narr Studienbücher) Narr Verlag.
Seminar H (DEU, ENG): Audiovisuelles Übersetzen und Sprachtechnologie (Dr. Martin Kappus, Peter Jud, Dr. Chantal Wright)
Elektronische Werkzeuge kommen auch in der mehrsprachigen Kommunikation zum Einsatz. Sie werden unter anderem zur Unterstützung bei der klassischen intralingualen Übersetzung und der audiovisuellen Übersetzung eingesetzt.
Dieses Seminar beschäftigt sich mit der Funktionsweise und der praktischen Anwendung von Sprach- und Übersetzungswerkzeugen mit Fokus auf den Bereich der audiovisuellen Übersetzung und bietet den Teilnehmer:innen die Möglichkeit, sich vertieft mit ihnen auseinanderzusetzen.
Im Seminar wird zunächst ein Überblick über die gängigsten Systeme und deren Einsatzbereiche gegeben. Basierend darauf führen die Studierenden empirische Studien zu sprachtechnologischen Werkzeugen durch. Dabei können unter anderem die folgenden Fragen aufgegriffen werden:
Welche Systeme eignen sich für welche Zwecke? Was versprechen die Systeme und was sie leisten sie letztendlich? Wo gibt es Verbesserungspotential für die vorhandenen Systeme und wo sind ihre Grenzen? (Wie) Wirkt sich der Einsatz von Technologie auf die Produkte und Prozesse aus? Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen dem Menschen und der Maschine, wenn es um Inhalte geht, die besonders sensible Themen wie Gender und Ethnizität behandeln, oder wenn die zu übersetzenden Materialien grosse kulturelle Unterschiede aufweisen? Welche Alternativen sind vorstellbar?
Die entstehenden Arbeiten können unter anderem in den folgenden Formaten durchgeführt werden.
Vergleich/Eignung verschiedener Systeme für bestimmte Anwendungen
Beschreibung und Evaluation von Systemen und Arbeitsprozessen
Studien zur Usability von Systemen
Rezeptionsstudien
Verbesserung Weiterentwicklung vorhandener Systeme für zukünftige Aufgaben und Prozesse
Weitere relevante Vorschläge für Themen und Formate sind willkommen.
Lehrform
Projektunterricht
Zu erwartende Gesamtarbeitsleistung (h)
360
Aufteilung der Lehrformen (%)
Kontaktstudium
8
Selbststudium
92
Semesterwochenlektionen
2
Leistungsnachweis
Schriftliche Bachelorarbeit und kurzer zusätzlicher Text in Form eines Blogbeitrages, zwischen 5500 Zeichen und 6000 Zeichen, inkl. Leerschlägen.
Unterrichtssprache
Sprachen, in denen die Bachelorarbeit verfasst werden kann: s. Lerninhalte
Unterrichtsunterlagen
Einstiegsliteratur: vgl. Infoplattform Bachelorarbeit auf Moodle
Bemerkungen
Hinweis
Weitere verfügbare Versionen:
2.0 gültig ab 01.02.2012
,
1.0 gültig ab 01.02.2013
,
3.0 gültig ab 01.02.2014
,
4.0 gültig ab 01.02.2015
,
5.0 gültig ab 01.02.2016
,
6.0 gültig ab 01.02.2017
,
7.0 gültig ab 01.02.2018
,
8.0 gültig ab 01.02.2019
,
9.0 gültig ab 01.02.2020
,
11.0 gültig ab 01.02.2021
,
12.0 gültig ab 01.02.2022
,
13.0 gültig ab 01.02.2023
,
14.0 gültig ab 01.02.2024
Verwendung
Der Kurs wird in folgenden Modulen angeboten:
Modul-Nr.
Bezeichnung
l.BA.AS.BA.09HS
Bachelorarbeit