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Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften

Nicht angemeldet (Sonntag, 17. Mai 2026 01:24:55)  

s.BA.SA.S1-PERL-0.19HS (S1 Persönliche Lebensgestaltung von Menschen mit Behinderung) 
Modul: S1 Persönliche Lebensgestaltung von Menschen mit Behinderung
Diese Information wurde generiert am: 17.05.2026
Nr.
s.BA.SA.S1-PERL-0.19HS
Bezeichnung
S1 Persönliche Lebensgestaltung von Menschen mit Behinderung
Veranstalter
SB Bachelor
Credits
2
Unterrichtssprache
Deutsch

Beschreibung

Version: 12.0 gültig ab 01.08.2026
Fachbereich Departement Soziale Arbeit
Studiengang Bachelor in Sozialer Arbeit
Modulniveau Intermediate
Modultyp Related
Angebot Herbstsemester
Keywords Lebensqualität, Selbstbestimmung, Personenzentrierung, Subjektfinanzierung
Workload  (in Stunden)
Kontaktstudium 24      
Begleitetes Selbststudium 18
Autonomes Selbststudium 18
Gesamt 60
Verantwortliche Ansprechperson
Telefon / E-Mail
Melike Hocaoglu, M.A. Inklusiver Pädagogik und Bildung im Lebenslauf
+41 58 934 85 40 / melike.hocaoglu@zhaw.ch
Kompetenzen Fachwissen:
W4: Soziale Probleme, sozialer Wandel und soziale Ungleichheit im Fokus Sozialer Arbeit

Methodenkompetenz:
M4: Fähigkeit zur Intervention in der Sozialen Arbeit

Sozial- und Selbstkompetenz:
S1: Fähigkeit zu Kooperation und Beziehungsgestaltung in der Sozialen Arbeit
S4: Fähigkeit zum Umgang mit Diversität und Heterogenität in der Sozialen Arbeit
S5: Fähigkeit zur Selbstreflexion in der Sozialen Arbeit
 
Lernziele Die Studierenden
  • kennen verschiedene Modelle von Behinderung und können diese kritisch einordnen.
  • kennen die Zielperspektive Selbstbestimmung.
  • sind mit den sozialpolitischen Diskussionen um Subjektfinanzierung und der damit zusammenhängenden Bedarfserfassung vertraut.
  • sind fähig zu einer reflexiven Auseinandersetzung mit ihrer professionellen Praxis und mit Angeboten für Menschen mit Behinderung.
  • sind mit dem Konzept des Ableismus vertraut und können ableistische Haltungen und Strukturen in der eigenen Praxis erkennen und reflektieren.
  • kennen die Grundsätze der Leichten Sprache und können diese anwenden, um Zugänglichkeit in der beruflichen Praxis zu fördern.
Lerninhalte (Abstract) In der Unterstützung von Menschen mit Behinderung hat in den letzten Jahrzehnten ein grundlegender Paradigmenwechsel stattgefunden: Weg von einer fürsorgerischen Perspektive hin zu einem Verständnis von Selbstbestimmung und Teilhabe. Den fachlichen Rahmen dieses Seminars bilden die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK), das bio-psycho-soziale und menschenrechtliche Modell von Behinderung sowie Ansätze der Disability Studies.

Im Seminar lernen die Studierenden zentrale rechtliche Grundlagen kennen – von der UN-BRK über das Behindertengleichstellungsgesetz (Schweiz) (BehiG) bis hin zum Schweizer Erwachsenenschutzrecht – und setzen sich kritisch mit dem Spannungsfeld zwischen Selbstbestimmung und Fürsorgepflicht auseinander.

Anhand eines praxisnahen Fallbeispiels bearbeiten sie das Dilemma zwischen individueller Selbstbestimmung und professioneller Schutzverantwortung und entwickeln darauf aufbauend konkrete Handlungsansätze. Weitere thematische Schwerpunkte bilden Ableismus als Diskriminierungsform, Intersektionalität sowie Leichte Sprache als Instrument zur Förderung von Zugänglichkeit und Teilhabe.

Gastreferate von Selbstvertreter:innen ermöglichen den Studierenden zudem einen direkten Austausch mit Betroffenen und eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf selbstbestimmte Lebensführung.

Das Seminar fördert die Entwicklung einer reflexiven professionellen Haltung und unterstützt die Studierenden dabei, theoretische Konzepte mit konkreten Praxissituationen zu verknüpfen. Im Frühlingssemester besteht darüber hinaus die Möglichkeit, die erworbenen Kenntnisse im Rahmen des Seminars «Soziale Arbeit und Dis-/Ability: (Nicht-)Behinderung neu denken und Machtstrukturen lesen lernen» weiter zu vertiefen.
Leistungsnachweis(e) Schriftlicher Beitrag, Präsenzpflicht
Bibliografie Antener, G., Girard-Groeber, S. & Lichtenauer, A.
(2018). Empowerment durch Leichte Sprache. Das Projekt «Einfach leicht verständlich» als Beitrag zur Ermächtigung von Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 24(7–8), 44–50.
Birk, F. F. (2021). Ableismus – Massnahmen zur
Antidiskriminierung von Menschen mit Behinderung. Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik, 27(4), 38–43.
Dederich, M. (2007). Körper, Kultur und
Behinderung: Eine Einführung in die Disability Studies. Bielefeld: transcript.
Degener, T. (2016). Disability in a Human Rights
Context. Laws, 5(3), 35.
Liesen, C. & Wyder, A. (2022). Wie bestimme ich
mein Leben selbst? Sozial aktuell, 8, 12–17
Pörtner, M. (2013). Fachkompetenz oder
Menschlichkeit? In K. Blaha, C. Meyer, H. Colla & S. Müller-Teusler (Hrsg.), Die Person als Organon in der Sozialen Arbeit. Erzieherpersönlichkeit und qualifiziertes Handeln. Wiesbaden: Springer Fachmedien.
Waldschmidt, A. (2005). Disability Studies:
Individuelles, soziales und/oder kulturelles Modell von Behinderung? Psychologie und Gesellschaftskritik, 29(1), 9–31.

Hinweis

  • Weitere verfügbare Versionen: 1.0 gültig ab 01.08.2019, 2.0 gültig ab 01.02.2020, 3.0 gültig ab 01.08.2020, 4.0 gültig ab 01.02.2021, 5.0 gültig ab 01.08.2022, 6.0 gültig ab 01.02.2023, 7.0 gültig ab 01.08.2023, 8.0 gültig ab 01.08.2024, 9.0 gültig ab 01.02.2025, 10.0 gültig ab 01.08.2025, 11.0 gültig ab 01.02.2026
Kurs: S1 Persönliche Lebensgestaltung von Menschen mit Behinderung
Nr.
s.BA.SA.S1-PERL-1.19HS.G
Bezeichnung
S1 Persönliche Lebensgestaltung von Menschen mit Behinderung

Hinweis

  • Für das Stichdatum 01.08.2099 ist kein Modulbeschreibungstext im System verfügbar.