| Lerninhalte (Abstract) |
Die Art und Weise, wie wir uns informieren, miteinander kommunizieren und in welchen Räumen wir uns aufhalten, hat sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert. Digitalität – als Verflechtung von Analogem und Digitalem – ist Teil der Sozialen Arbeit und beeinflusst diese.
In diesem Seminar setzen sich die Studierenden entlang drei zentraler Themen mit Digitalität und Sozialer Arbeit auseinander:
Sozialraum: Die Verschränkung von digitalen und physischen Sozialräumen prägt die Lebenswelten unserer Adressat:innen. Wir diskutieren, welche Herausforderungen und Chancen sich daraus für sozialräumliche Ansätze und die aufsuchende Soziale Arbeit ergeben.
Digitale Ungleichheiten und Diskriminierung: Auf Basis der Ansätze Digital Divide und Digital Capital thematisieren wir ungleiche Zugänge, unterschiedliche Chancen und die Verstärkung sozialer Ungleichheiten und Diskriminierungen durch Digitalität. Wir setzen uns mit der Frage auseinander, wie Sozialarbeitende mit diesen Ungleichheiten umgehen und ihnen entgegenwirken können.
Macht- und Herrschaftsverhältnisse: In einer von Digitalität geprägten kapitalistischen Gesellschaft sind digitale Plattformen, Algorithmen und KI meist in privater Hand und entziehen sich demokratischer Kontrolle. Wir setzen uns mit deren Einfluss auf Meinungsbildung, Überwachung und soziale Gerechtigkeit sowie der Rolle der Sozialen Arbeit in diesem Kontext auseinander.
Während der drei Seminartage arbeiten die Studierenden in handlungsfeldspezifischen Arbeitsgruppen, diskutieren Herausforderungen und Chancen der Digitalität und entwickeln praxisnahe Handlungsansätze. |
| Bibliografie |
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Schwerthelm, A. (2021). Sozialraum ist
Stalder, F. (2021). Kultur der Digitalität (5.
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Wunder, M. (2021). Streiflichter durch Theorien
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