s.BA.SA.S1-INRA-0.19HS (S1 Inkorporierter Rassismus und das Konzept der Habitus-Sensibilität in der Sozialen Arbeit) 
Modul: S1 Inkorporierter Rassismus und das Konzept der Habitus-Sensibilität in der Sozialen Arbeit
Diese Information wurde generiert am: 29.07.2021
Nr.
s.BA.SA.S1-INRA-0.19HS
Bezeichnung
S1 Inkorporierter Rassismus und das Konzept der Habitus-Sensibilität in der Sozialen Arbeit
Veranstalter
SB Bachelor
Credits
2
Unterrichtssprache
Deutsch

Beschreibung

Version: 2.0 gültig ab 01.08.2020
Fachbereich Departement Soziale Arbeit
Studiengang Bachelor in Sozialer Arbeit
Modulniveau Intermediate
Modultyp Related
Angebot Herbstsemester
Keywords Rassismus, Habitus, Habitussensibilität, rassismuskritische Soziale Arbeit
Workload  (in Stunden)
Kontaktstudium 24                                        
Begleitetes Selbststudium 18
Autonomes Selbststudium 18
Gesamt 60
Verantwortliche Ansprechperson
Telefon / E-Mail
Weitere Dozierende
Garabet Gül
+41 58 934 89 07 / garabet.guel@zhaw.ch
Kompetenzen Fachkompetenz:
F8: Wissen über Methoden und Handlungskonzepte der Sozialen Arbeit
Methodenkompetenz:
M4: Fähigkeit zur Intervention
Sozialkompetenz:
S4: Fähigkeit im Umgang mit Diversität und Heterogenität
Selbstkompetenz:
S5: Fähigkeit zur Selbstreflexion
Lernziele Die Studierenden
  • kennen das (Professions-) Konzept der Habitussensibilität
  • sind sensibilisiert für implizite, habitualisierte Formen von Rassismus (im Kontext der Sozialen Arbeit)
  • sind sensibilisiert für das Spannungsverhältnis von biografisch-alltagsweltlichen und professionellen Wissensbeständen und Habitusaspekten
  • haben eine selbstreflexive Professionshaltung und -praxis entwickelt.
Lerninhalte (Abstract) Verschiedene qualitative Studien zur Praxis der Sozialen Arbeit zeigen Diskrepanzen auf zwischen professionsethischen Richtlinien und dem tatsächlich handlungsleitenden Praxiswissen. So konnte z.B. in einer Untersuchung in einem Sozialamt in der Schweiz beobachtet werden, dass und wie «Personen mit Migrationshintergrund» anders wahrgenommen, eingeschätzt und entsprechend ungleich behandelt und diskriminiert werden. Diese Benachteiligungspraxis erfolgte nicht intentional, sondern primär aufgrund verinnerlichter ethnischer Klassifikationen und Zuschreibungen, welche die professionelle Praxis im Sozialamt implizit anleiten (Wagner, 2016). 
Mittlerweile bestehen zahlreiche antirassistische und rassismuskritische Zugänge in der Sozialen Arbeit. Dabei geht es auch stets um eine selbstreflexive Haltung von Professionellen. Nicht-professionelle, biografisch erworbene und habitualisierte Wissensbestände von Sozialarbeitenden werden dabei jedoch kaum systematisch berücksichtigt und theoretisch reflektiert. 
Vor diesem Hintergrund möchte sich das Seminar inkorporierten Formen von Rassismus in professionell-institutionellen Kontexten widmen und das Spannungsverhältnis von biografisch-alltagspraktischen und professionellen Wissensaspekten des Habitus von Sozialarbeitenden thematisieren. Eine zentrale im Seminar zu behandelnde Frage wird sein, inwiefern sich das Konzept der «Habitussensibilität» (Sander, 2014) dazu eignet, reflexive Prozesse in der Sozialen Arbeit im Hinblick auf den «eigenen», nicht intendierten Rassismus anzustossen und so eine selbstkritische professionelle Praxis zu fördern. 
Leistungsnachweis(e) Schriftlicher Beitrag, Präsenzpflicht
Bibliografie Guhl, J. (2012). Wie Sozialarbeitende zu Diskriminierung
beitragen. Kritische Gedanken zum Kulturbezug in der Sozialen Arbeit. Sozial Aktuell, 6, 20-22.
Hunner-Kreisel, C. & Wetzel J. (2018). Rassismus in der
Sozialen Arbeit und Rassismuskritik als Querschnittsaufgabe. Perspektiven für Wissenschaft und Praxis. Neue Praxis. Zeitschrift für Sozialarbeit, Sozialpädagogik und Sozialpolitik, Sonderheft 15.
Krais, B. & Gebauer, G. (2014). Habitus. Bielefeld: transcript.
Lenger, A., Schneickert, C. & Schumacher, F. (Hrsg.). (2013).
Pierre Bourdieus Konzept des Habitus. Grundlagen, Zugänge, Forschungsperspektiven. Wiesbaden: Springer VS.
Rommelspacher, B. (2009). Was ist eigentlich Rassismus?
In C. Melter & P. Mecheril (Hrsg.), Rassismuskritik. (Band 1): Rassismustheorie und -forschung (S. 28-38). Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verlag.
Sander, T. (Hrsg.). (2014). Habitussensibilität. Eine neue
Anforderung an professionelles Handeln. Wiesbaden: Springer VS.
Wagner, C. (2016). Die Reproduktion «ethnisch» vermittelter
sozialer Ungleichheit in einem Schweizerischen Sozialamt. In Emre, A. & Bozay, K. (Hrsg.), Symbolische Ordnung und Bildungsungleichheit in der Migrationsgesellschaft (S. 419-437). Wiesbaden: Springer VS.
Weiss, A. (2013). Rassismus wider Willen. Ein anderer Blick auf
eine Struktur sozialer Ungleichheit. Wiesbaden: Springer VS.

Hinweis

Kurs: S1 Inkorporierter Rassismus und das Konzept der Habitus-Sensibilität in der Sozialen Arbeit
Nr.
s.BA.SA.S1-INRA-1.19HS.G
Bezeichnung
S1 Inkorporierter Rassismus und das Konzept der Habitus-Sensibilität in der Sozialen Arbeit

Hinweis

  • Für das Stichdatum 29.07.2021 ist kein Modulbeschreibungstext im System verfügbar.